Auch in diesem Jahr bot der Universitätsball der Universität Leipzig einen besonderen Rahmen für Austausch und gemeinsames Feiern – und wir als Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft und Bildung waren mittendrin.
Der Ball hat sich in den letzten Jahren nach langjähriger Pause als gesellschaftlicher Höhepunkt des Sommersemesters etabliert und bringt Studierende, Wissenschaftler*innen, Alumni sowie Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft in einem besonderen Rahmen zusammen.
In ihrer Funktion als Vorstandsmitglied der Universitätsgesellschaft eröffnete unsere Stiftungsleiterin Mandy Baum gemeinsam mit Rektorin Prof. Dr. Eva Inés Obergfell und Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig, die Veranstaltung im kleinen Rahmen der Exzellenzlounge. Für sie steht fest: Der Universitätsball, der inzwischen eine kleine Tradition entwickelt hat, ist eine echte Bereicherung für die Leipziger Gesellschaft.
Die Universitätsgesellschaft nutzte den festlichen Rahmen, um ihr vielfältiges Engagement als Brücke zwischen Universität, Wirtschaft und Stadtgesellschaft vorzustellen. Gleichzeitig bot der Abend zahlreiche Gelegenheiten für angeregte Gespräche, neue Begegnungen und natürlich viel Tanz.
Wir freuen uns, dass unsere Stifterin VNG diesen Abend gemeinsam mit Partnern wie der Sparkasse, der Leipziger Messe, dem Leipziger Zoo, Hildebrand & Partner, der Rotkäppchen Erlebniswelt sowie der der Nordbrand Nordhausen GmbH ermöglicht hat und damit die enge Verbundenheit mit der Universität Leipzig und dem Wissenschaftsstandort Leipzig sichtbar macht.
Ebenso gilt unser Dank allen Organisator*innen, die mit großem Engagement und Liebe zum Detail einen rundum gelungenen Abend möglich gemacht haben.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!
Fotos: Christian Hüller
Mit dem ifo Faktenmonitor Ostdeutschland hat das ifo Institut (Niederlassung Dresden) im Auftrag der Mitteldeutschen Stiftung Wissenschaft und Bildung ein datenbasiertes Instrument geschaffen, das die wirtschaftliche, gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands umfassend abbildet. Erstmals wurde der Faktenmonitor im Mai 2025 im Rahmen des Ostdeutschen Wirtschaftsforums (OWF) der Öffentlichkeit vorgestellt.
Ziel ist es, auf Basis objektiver Strukturdaten einen differenzierten Vergleich zwischen den 16 Bundesländern zu ermöglichen und damit die Diskussion über den Stand der deutschen Einheit zu versachlichen. Mittlerweile umfasst der Faktenmonitor rund 250 Indikatoren und bietet damit eine der umfangreichsten Datengrundlagen zur Bewertung regionaler Unterschiede und Entwicklungspotenziale.
Die erste Bestandsaufnahme zeigte bereits ein differenziertes Bild: Zwar besteht weiterhin ein wirtschaftlicher Rückstand Ostdeutschlands insgesamt, gleichzeitig können einzelne Regionen durchaus mit strukturschwächeren westdeutschen Gebieten mithalten oder diese sogar übertreffen.
Warum eine Aktualisierung notwendig ist
Die aktuelle Version des Faktenmonitors greift eine umfassende Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) der Länder auf, deren neue Daten im März 2026 veröffentlicht wurden.
Diese Revision bringt mehrere wesentliche Änderungen mit sich:
- Neue Basisstatistiken wurden integriert, die erst zeitverzögert verfügbar sind
- Methodische Anpassungen aufgrund internationaler Vorgaben wurden umgesetzt
- Die Bevölkerungszahlen wurden an den Zensus 2022 angepasst
- Zudem liegen erstmals Daten für das Jahr 2025 vor
Diese Veränderungen wirken sich insbesondere auf die Berechnung zentraler Kennzahlen wie Bruttoinlandsprodukt und Pro-Kopf-Werte aus und machen eine Aktualisierung der bisherigen Einschätzungen erforderlich.
Zahlen und Fakten: Ost-West-Vergleich im neuen Licht
Die aktuellen Daten zeigen ein insgesamt konsistentes Bild: Ostdeutschland hat wirtschaftlich weiter aufgeholt, bleibt aber in zentralen Kennziffern hinter Westdeutschland zurück. So erreicht das BIP je Einwohner inzwischen 79,5 % des westdeutschen Durchschnitts, wobei die jüngste Revision das Niveau leicht nach oben korrigiert hat.
Auch bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ergibt sich ein ähnliches Bild: Gemessen am BIP je Erwerbstätigenstunde liegt Ostdeutschland bei rund 86 % des Westniveaus. Gleichzeitig konnte die ostdeutsche Wirtschaft in den vergangenen Jahren leicht stärker wachsen als die westdeutsche.
Unterschiede bestehen weiterhin bei Einkommen und Wirtschaftsstruktur. Die Löhne liegen nominal noch etwa 12 % unter dem Westniveau, werden jedoch durch niedrigere Lebenshaltungskosten teilweise ausgeglichen. Strukturell ist die Wirtschaft häufiger durch kleinere Unternehmen geprägt, gleichzeitig zeigen sich klare Stärken in einzelnen Branchen und Regionen.
Besonders bemerkenswert sind einzelne positive Entwicklungen: So verbessert sich Brandenburg deutlich und erreicht beim BIP je Erwerbstätigen rund 91,9 % des westdeutschen Durchschnitts, während Berlin weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber ist. Auch Sachsen überzeugt mit einer überdurchschnittlichen Exportquote. Die ostdeutsche Forschungslandschaft weist in Teilen bereits eine hohe Wettbewerbsfähigkeit auf. Besonders dynamisch zeigen sich innovationsgetriebene Entwicklungen etwa im Umfeld von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die zunehmend als Ausgangspunkt für unternehmerische Aktivitäten dienen.
Fazit
Die Aktualisierung des ifo Faktenmonitors zeigt: Die statistischen Revisionen führen zu punktuellen Neubewertungen und lassen Ostdeutschland in einigen Bereichen etwas stärker erscheinen als bisher. Am grundsätzlichen Befund ändert sich jedoch wenig: Ostdeutschland hat weiterhin einen wirtschaftlichen Rückstand gegenüber dem Westen, gleichzeitig bestehen substanzielle Fortschritte, regionale Erfolgsgeschichten und klare Entwicklungspotenziale.
Der ifo Faktenmonitor liefert damit eine belastbare Grundlage, um wirtschaftspolitische Strategien zielgerichtet weiterzuentwickeln und die Angleichung der Lebensverhältnisse faktenbasiert zu begleiten.
Beim Verwenden des ifo Faktenmonitor Ostdeutschland ist die Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft und Bildung als Quelle anzugeben.
Am 20. Mai durften wir den Studententag der VNG AG im SpinLab, dem Startup Accelerator der HHL, begleiten. Die Veranstaltung lies Hochschule und Praxis aufeinandertreffen und regte zum Mitdenken, Mitdiskutieren und Vernetzen an.
Im Mittelpunkt des Tages standen spannende Impulse, praxisnahe Einblicke und interaktive Gruppenarbeiten rund um strategische Fragestellungen, Venture Capital und Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit.
Studierende der Fachhochschule Erfurt und der Westsächsischen Hochschule Zwickau brachten sich aktiv ein, arbeiteten an Fallstudien und entwickelten gemeinsam fundierte Lösungsansätze. Daneben gab es auch Zeit für Austausch und gegenseitiges Kennenlernen.
Zum Auftakt gab unsere Stiftungsleiterin Mandy Baum Einblicke in unsere Aktivitäten in den Bereichen Wissenschaft, Bildung und Mentoring und unterstrich die Bedeutung von Stiftungsarbeit bei VNG.
Unsere VNG-Kolleg*innen bereicherten den Tag mit Einblicken in das Unternehmen und energiewirtschaftliche Problemstellungen. Wir danken Dr. Andreas Fritz, Markus Piontek, Esther Pittroff, Oliver Scheer, Mareike Tondar für ihr Engagement im Namen der VNG als auch Björn Baumeister (SI Ventures) und Martin Richter (SpinLab) für die Hintergrundinfos zum Startup-Umfeld.
Besonders freuen wir uns auch über das Engagement von Prof. Hans-Christian Gröger (FH Erfurt), Prof. Jörg Röhner (WHZ) und Prof. Helfried Labrenz (WHZ), welches den Studierenden diesen Wissenstransfer ermöglicht!
Wir begrüßen die Synergien zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Startup-Sektor, die wir in diesem und ähnlichen Formaten immer wieder spüren können.
Wir hatten wir die Möglichkeit, uns mit Dr. Kathleen Schlütter, Geschäftsführerin des Leipzig Science Network, zu gemeinsamen Perspektiven für den Wissenschaftsstandort Leipzig austauschen.
Das Leipzig Science Network setzt sich mit seinen Mitgliedsinstitutionen für die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Stadt, Leipziger Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ein. Insbesondere durch die Bündelung vorhandener Kompetenzen und Ressourcen kann Leipzig als Wissenschaftsstandort so gestärkt und strategisch ausgebaut werden.
Im aktuellen Schuljahr fördern wir an elf sächsischen Schulen Projekte der Wissensfabrik. An der Fritz-Gietzelt-Schule, einem Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Lernen in Leipzig, wird das Projekt KiTec – Kinder entdecken Technik umgesetzt.
Das Ziel des Projektes ist neben dem spielerischen Heranführen an grundlegende technische Zusammenhänge und einem ersten sicheren Umgang mit Werkzeugen auch, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
Seit rund einem halben Jahr arbeitet Antje Bär, Lehrerin an der Fritz‑Gietzelt‑Schule, mit ihrer vierten Klasse im Werkunterricht am Projekt. Ihre Zwischenbilanz fällt eindeutig positiv aus: Das Projekt eröffnet den Schüler*innen kindgerechte und motivierende Einblicke in technische Zusammenhänge.
Freies Tüfteln statt Arbeiten nach Plan
Als besonders wertvoll empfindet Antje Bär die Offenheit des Ansatzes: Es gibt keine festen Baupläne, die eingehalten werden müssen. Alle Projekte entstehen aus eigenen Überlegungen und wenn etwas nicht funktioniert, suchen die Kinder selbstständig nach neuen Lösungen. Die Devise lautet: “Ausprobieren, Fehler machen, Neues versuchen”.
Denn natürlich gibt es auch Hürden: Komplexe Bauideen und räumliches Denken stellen die Kinder mitunter vor Herausforderungen. Ungeplantes Sägen führt manchmal zu zu langen oder zu kurzen Werkstücken und auch Materialprobleme wie splitterndes Sperrholz gehören dazu. Doch entscheidend ist, dass dabei kein Frust entsteht. Statt „Kann ich nicht“ hört Frau Bär inzwischen häufiger „Wie geht das?“.
Ohne Druck entstehen kleine Bauwerke, auf die die jungen Tüftler*innen richtig stolz sein können. Wir freuen uns, mit der Wissensfabrik und engagierten Lehrkräften die Neugier auf Technik spielerisch zu wecken!
Fotos: Antje Bär
Wir durften die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Mitteldeutschen Stiftung Wissenschaft und Bildung am 18. März 2026 zum vierten Welcome Day bei der VNG begrüßen.
Im Studienjahr 2025/26 fördern wir an mittlerweile elf ostdeutschen Hochschulen 18 Stipendiat*innen mit dem Deutschlandstipendium. An der Universität Leipzig vergeben wir darüber hinaus mit dem Verein Die Wirtschaftsinformatik e.V. ein Wirtschaftsinformatik-Stipendium.
Beim Welcome Day konnten die Geförderten einen umfassenden Einblick in den VNG-Konzern, seine Geschäftsbereiche und sein Engagement gewinnen. Kolleg*innen aus der VNG AG, der VNG Handel & Vertrieb GmbH und der ONTRAS Gastransport GmbH sorgten mit ihren Impulsen zu Marktanalyse, Energiepolitik, Grünen Gasen, Gastransport und Einstiegsmöglichkeiten bei VNG für einen gelungenen Austausch. Bei einer Führung durch unsere hauseigene Kunstsammlung VNGart entdeckten unsere Stipendiat*innen zudem das kulturelle Engagement der VNG.
Begrüßt wurde die Gruppe durch den Vorstandsvorsitzenden der VNG AG, Ulf Heitmüller. Auch Bodo Rodestock, Vorstand für Finanzen, Personal & IT, hieß die Stipendiat*innen im Laufe des Tages persönlich willkommen.
Ein besonderes Highlight war der Impuls von Dominic Wald, der im Studienjahr 2023/24 selbst als Deutschlandstipendiat von uns gefördert wurde und inzwischen Trainee bei der VNG Gasspeicher GmbH ist. Er schilderte seinen persönlichen Weg und ist ein Beispiel dafür, wohin die Reise gehen kann.
Wir freuen uns, seit vielen Jahren begabte Persönlichkeiten durch Stipendien fördern zu können. Der Welcome Day ist dabei jedes Jahr ein besonderer Moment, um unsere Stipendiat*innen persönlich kennenzulernen und den Grundstein für den weiteren Austausch zu legen.
Im aktuellen Jahresmagazin „Leipzig: Exzellent!” der Universität Leipzig wird ein Einblick in unsere Stiftungsarbeit gegeben. Neben Einblicken in die aktuelle Forschung wird auch gesellschaftliches Engagement beleuchtet. Ein Porträt unserer Stiftungsleiterin Mandy Baum zeigt die Bedeutung unserer Förderung von Bildung, Wissenschaft und gesellschaftlichem Miteinander.
Ob Kooperationen in der schulischen Bildung mit der Wissensfabrik, Stipendien oder Dialogformate zur Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – mit all diesen Programmen wollen wir einen Mehrwert für die Region Mittel- und Ostdeutschland schaffen. „Ich finde es toll, mit meiner Arbeit etwas bewirken zu können und Gutes für die Gesellschaft zu tun“, so Mandy Baum.
Starke Partner wie die Universität Leipzig sind dabei unabdingbar für den Erfolg unserer Vorhaben. Auch auf die Bedeutung gemeinsamer Initiativen geht Baum im Beitrag ein: „Alleine ist der Wirkungsgrad begrenzt. Wenn man Dinge zusammen angeht, entsteht auf einmal ganz Großes“. Wir blicken gespannt darauf, welche Brücken wir durch diese enge Zusammenarbeit in Zukunft noch bauen können.
Foto: Christian Hüller/Universität Leipzig
Auch in diesem Studienjahr fördern wir mit Stipendien wieder kluge Köpfe, die sich neben ihrem Studium noch auf vielfältige Weise engagieren und Verantwortung übernehmen. Damit können wir insgesamt 22 Stipendiatinnen und Stipendiaten auf ihrer akademischen und persönlichen Reise begleiten.
Von Umwelttechnik und Energiewirtschaft bis hin zur Rechtswissenschaft – das Stipendium ermöglicht Studierenden sich auf ihre Ausbildung zu konzentrieren. Mit unserer Stifterin, der VNG AG, wollen wir zudem auch Zukunftsaussichten geben und in persönlichen Austausch mit den Geförderten treten. Zentral ist hierfür der Welcome Day, der Möglichkeiten zum Kennenlernen und Vernetzen bietet
So unterstützen wir Studierende in Ostdeutschland
Unser Ziel ist, einen breiten Radius an Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Interessen und Hintergründen zu fördern. Deswegen unterstützen wir aktuell drei Stipendienprogramme:
- “Die Wirtschaftsinformatik e.V.” Stipendium an der Universität Leipzig
- International Women in Business Scholarship an der HHL
An 12 Hochschulen in Ostdeutschland sind wir damit engagiert und fördern Studierende aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Im Austausch mit unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten
Besonders schätzen wir die Möglichkeit, unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten persönlich kennenzulernen. Die Stipendienübergaben der Universitäten bieten dafür meist die erste Gelegenheit. Auch in diesem Jahr hatten wir bereits die Chance, einige Geförderte zu treffen und mehr über ihre Hintergründe zu erfahren.
Wir blicken bereits voller Vorfreude auf den Welcome Day im nächsten März!
Am 12. November durfte die VNG AG das Landeskuratorium Mitteldeutschland des Stifterverbandes in Leipzig begrüßen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Austausch über die Zukunft der deutschen Innovationspolitik.
Das Landeskuratorium bringt seit vielen Jahren Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um Kooperation und Wissenstransfer in der Region zu fördern. VNG hält dabei seit mittlerweile 19 Jahren den Vorsitz im Landeskuratorium Mitteldeutschland.
In Anschluss an die Gremiensitzung des Landeskuratoriums drehte sich das Zukunftsforum Forschung & Innovation um die deutsche Innovationspolitik. Zentral war die Frage, wie sich die Innovationsstrategien von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besser verzahnen lassen, um Mitteldeutschland als starken Innovationsstandort zu positionieren.
Eine Analyse von Dr. Pascal Hetze (Programmleiter Data & Policy, Stifterverband) sowie eine spannende Paneldiskussion mit Colette Boos-John (Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Freistaat Thüringen), Prof. Dr. Heike Graßmann (Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus), Oliver Klaeffling (Geschäftsführer, Analytik Jena) und Prof. Dr. Peter Seeberger (Gründungsdirektor, Center for the Tranformation of Chemistry) lieferten wertvolle Impulse. Wiederholt wurde die Bedeutung länderübergreifender Förderprojekte betont. Ziel ist es, innovative Vorhaben zu unterstützen, die sich in Mitteldeutschland entwickeln sollen. Für eine leistungsfähige Region ist ein Denken in Modellregionen erforderlich, die sich an den spezifischen örtlichen Rahmenbedingungen – wie etwa der demographischen Entwicklung – orientieren.
Wir schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit und den Austausch mit dem Stifterverband.
Fotos: Eric Kemnitz | eric-kemnitz.com
In einem datenjournalistischen Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beleuchtet Wirtschaftsjournalist Stefan Paravicini die Ergebnisse des ifo-Faktenmonitor Ostdeutschland, der im Auftrag der MSWB entstanden ist. Der Artikel zeigt, wie differenziert sich die wirtschaftliche Entwicklung in den ostdeutschen Bundesländern darstellt und warum pauschale Vergleiche zwischen Ost und West oft zu kurz greifen.
Hintergrund des ifo Faktenmonitor Ostdeutschland
Der ifo Faktenmonitor Ostdeutschland wurde vom ifo Institut, Niederlassung Dresden, im Auftrag der Mitteldeutschen Stiftung Wissenschaft und Bildung entwickelt. Ziel war es, ein objektives und differenziertes Bild der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage in Ostdeutschland zu zeichnen. Die Analyse basiert auf 170 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Wissenschaft sowie Gesellschaft und wurde erstmals beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum 2025 vorgestellt. Der Saarower Kreis unterstützt das Projekt mit dem Anspruch, faktenbasierte Impulse für die Zukunft der Region zu setzen.
„Das eine Ostdeutschland gibt es eben auch mit Blick auf die Wirtschaft nicht.“
Der FAZ-Artikel zum ifo Faktenmonitor zeigt eindrücklich: Ostdeutschland ist wirtschaftlich keineswegs homogen. Während einige Regionen mit starker Industrie, hoher Innovationskraft und guter Bildungsinfrastruktur punkten, kämpfen andere mit strukturellen Herausforderungen wie Abwanderung und schwacher Produktivität. Die Analyse macht deutlich, dass pauschale Bewertungen dem tatsächlichen Entwicklungsstand nicht gerecht werden. Gezielte regionale Förderungsstrategien sind notwendig, um die Entwicklung Ostdeutschlands nachhaltig zu gestalten. Für die Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft und Bildung funktioniert dies datenbasiert, differenziert und stets mit Blick nach vorn.