Im aktuellen Jahresmagazin „Leipzig: Exzellent!” der Universität Leipzig wird ein Einblick in unsere Stiftungsarbeit gegeben. Neben Einblicken in die aktuelle Forschung wird auch gesellschaftliches Engagement beleuchtet. Ein Porträt unserer Stiftungsleiterin Mandy Baum zeigt die Bedeutung unserer Förderung von Bildung, Wissenschaft und gesellschaftlichem Miteinander.
Ob Kooperationen in der schulischen Bildung mit der Wissensfabrik, Stipendien oder Dialogformate zur Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – mit all diesen Programmen wollen wir einen Mehrwert für die Region Mittel- und Ostdeutschland schaffen. „Ich finde es toll, mit meiner Arbeit etwas bewirken zu können und Gutes für die Gesellschaft zu tun“, so Mandy Baum.
Starke Partner wie die Universität Leipzig sind dabei unabdingbar für den Erfolg unserer Vorhaben. Auch auf die Bedeutung gemeinsamer Initiativen geht Baum im Beitrag ein: „Alleine ist der Wirkungsgrad begrenzt. Wenn man Dinge zusammen angeht, entsteht auf einmal ganz Großes“. Wir blicken gespannt darauf, welche Brücken wir durch diese enge Zusammenarbeit in Zukunft noch bauen können.
Foto: Christian Hüller/Universität Leipzig
Auch in diesem Studienjahr fördern wir mit Stipendien wieder kluge Köpfe, die sich neben ihrem Studium noch auf vielfältige Weise engagieren und Verantwortung übernehmen. Damit können wir insgesamt 22 Stipendiatinnen und Stipendiaten auf ihrer akademischen und persönlichen Reise begleiten.
Von Umwelttechnik und Energiewirtschaft bis hin zur Rechtswissenschaft – das Stipendium ermöglicht Studierenden sich auf ihre Ausbildung zu konzentrieren. Mit unserer Stifterin, der VNG AG, wollen wir zudem auch Zukunftsaussichten geben und in persönlichen Austausch mit den Geförderten treten. Zentral ist hierfür der Welcome Day, der Möglichkeiten zum Kennenlernen und Vernetzen bietet
So unterstützen wir Studierende in Ostdeutschland
Unser Ziel ist, einen breiten Radius an Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Interessen und Hintergründen zu fördern. Deswegen unterstützen wir aktuell drei Stipendienprogramme:
- “Die Wirtschaftsinformatik e.V.” Stipendium an der Universität Leipzig
- International Women in Business Scholarship an der HHL
An 12 Hochschulen in Ostdeutschland sind wir damit engagiert und fördern Studierende aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Im Austausch mit unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten
Besonders schätzen wir die Möglichkeit, unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten persönlich kennenzulernen. Die Stipendienübergaben der Universitäten bieten dafür meist die erste Gelegenheit. Auch in diesem Jahr hatten wir bereits die Chance, einige Geförderte zu treffen und mehr über ihre Hintergründe zu erfahren.
Wir blicken bereits voller Vorfreude auf den Welcome Day im nächsten März!
Am 12. November durfte die VNG AG das Landeskuratorium Mitteldeutschland des Stifterverbandes in Leipzig begrüßen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Austausch über die Zukunft der deutschen Innovationspolitik.
Das Landeskuratorium bringt seit vielen Jahren Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um Kooperation und Wissenstransfer in der Region zu fördern. VNG hält dabei seit mittlerweile 19 Jahren den Vorsitz im Landeskuratorium Mitteldeutschland.
In Anschluss an die Gremiensitzung des Landeskuratoriums drehte sich das Zukunftsforum Forschung & Innovation um die deutsche Innovationspolitik. Zentral war die Frage, wie sich die Innovationsstrategien von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besser verzahnen lassen, um Mitteldeutschland als starken Innovationsstandort zu positionieren.
Eine Analyse von Dr. Pascal Hetze (Programmleiter Data & Policy, Stifterverband) sowie eine spannende Paneldiskussion mit Colette Boos-John (Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Freistaat Thüringen), Prof. Dr. Heike Graßmann (Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus), Oliver Klaeffling (Geschäftsführer, Analytik Jena) und Prof. Dr. Peter Seeberger (Gründungsdirektor, Center for the Tranformation of Chemistry) lieferten wertvolle Impulse. Wiederholt wurde die Bedeutung länderübergreifender Förderprojekte betont. Ziel ist es, innovative Vorhaben zu unterstützen, die sich in Mitteldeutschland entwickeln sollen. Für eine leistungsfähige Region ist ein Denken in Modellregionen erforderlich, die sich an den spezifischen örtlichen Rahmenbedingungen – wie etwa der demographischen Entwicklung – orientieren.
Wir schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit und den Austausch mit dem Stifterverband.
Fotos: Eric Kemnitz | eric-kemnitz.com
In einem datenjournalistischen Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beleuchtet Wirtschaftsjournalist Stefan Paravicini die Ergebnisse des ifo-Faktenmonitor Ostdeutschland, der im Auftrag der MSWB entstanden ist. Der Artikel zeigt, wie differenziert sich die wirtschaftliche Entwicklung in den ostdeutschen Bundesländern darstellt und warum pauschale Vergleiche zwischen Ost und West oft zu kurz greifen.
Hintergrund des ifo Faktenmonitor Ostdeutschland
Der ifo Faktenmonitor Ostdeutschland wurde vom ifo Institut, Niederlassung Dresden, im Auftrag der Mitteldeutschen Stiftung Wissenschaft und Bildung entwickelt. Ziel war es, ein objektives und differenziertes Bild der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage in Ostdeutschland zu zeichnen. Die Analyse basiert auf 170 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Wissenschaft sowie Gesellschaft und wurde erstmals beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum 2025 vorgestellt. Der Saarower Kreis unterstützt das Projekt mit dem Anspruch, faktenbasierte Impulse für die Zukunft der Region zu setzen.
„Das eine Ostdeutschland gibt es eben auch mit Blick auf die Wirtschaft nicht.“
Der FAZ-Artikel zum ifo Faktenmonitor zeigt eindrücklich: Ostdeutschland ist wirtschaftlich keineswegs homogen. Während einige Regionen mit starker Industrie, hoher Innovationskraft und guter Bildungsinfrastruktur punkten, kämpfen andere mit strukturellen Herausforderungen wie Abwanderung und schwacher Produktivität. Die Analyse macht deutlich, dass pauschale Bewertungen dem tatsächlichen Entwicklungsstand nicht gerecht werden. Gezielte regionale Förderungsstrategien sind notwendig, um die Entwicklung Ostdeutschlands nachhaltig zu gestalten. Für die Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft und Bildung funktioniert dies datenbasiert, differenziert und stets mit Blick nach vorn.
Am 21. Oktober war die Mitteldeutsche Wissenschaft und Bildung zu Gast im Alten Rathaus, um das 150. Jubiläum der Städtischen Gewerbeschule Leipzig zu würdigen. Die HTWK Leipzig blickte mit der Festveranstaltung zurück auf die lange Tradition ihrer ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung. Die Hochschule in ihrer heutigen Form gibt es erst seit 1977, davor entwickelte sie sich ausgehend von der Städtischen Gewerbehochschule in mehreren Etappen.
Neuer Kooperationsvertrag zwischen Stadt Leipzig und HTWK
Die Stadt Leipzig und die HTWK nahmen das Jubiläum zum Anlass für die Erneuerung des Kooperationsvertrages zwischen den Institutionen. Dieser wurde am Abend durch Oberbürgermeister Burkhard Jung und den Rektor der HTWK, Prof. Dr.-Ing. Jean-Alexander Müller, unterzeichnet. Bereits seit 2016 besteht eine Kooperationsvereinbarung, welche die Kräfte der beiden Institutionen bündeln soll, um den Wissenschaftsstandort Leipzig weiter zu stärken.
Podiumsdiskussion zur Zukunft der Hochschulausbildung
Darüber hinaus lud die Veranstaltung zur Reflexion des Wissens- und Innovationstransfers zwischen Hochschulen und dem Wirtschaftsstandort im Spiegel aktueller technologischer und wirtschaftlicher Entwicklungen ein. Mandy Baum, Leiterin der MSWB, diskutierte mit weiteren Beteiligten aus Politik, Wirtschaft und Hochschule zur Organisation einer zukunftsfähigen Hochschulbildung. Teil nahmen unter anderem auch Prof. Dr. Heike Graßmann (Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus), Prof. Dr.-Ing. Stephan Schönfelder (Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften HTWK Leipzig) und Petra Peterhänsel (Leiterin BMW-Werk Leipzig).
Alle Beteiligten sprachen sich für eine engere Kooperation und offenen Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aus. Stiftungen können Brückenbauer für Hochschulkooperationen und Wissenstransfer sein. Frau Baum plädierte dafür, dass die Zivilgesellschaft dabei immer eine beteiligende Rolle spielen sollte, denn exzellente Forschung und Transfer in der Region stärken nicht nur Innovation und Leistungsfähigkeit, sondern auch unsere Demokratie.
Zusammen mit der Wissensfabrik unterstützt die Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft & Bildung sieben Schulen und eine Kita aus Sachsen dabei, Kinder und Jugendliche für MINT-Fächer zu begeistern. Im Unterricht werden die Projekte IT2School, City4Future und KiTec umgesetzt, um Themen wie IT, KI, Energie, Nachhaltigkeit sowie Klimawandel alltagsnah zu vermitteln.
Mit IT2School lernen Schülerinnen und Schüler spielerisch die Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Künstlichen Intelligenz kennen. Vom Rollenspiel über blockbasiertes Programmieren bis hin zur Diskussion der gesellschaftlichen Wirkung von KI befähigt das Projekt sie zur mündigen Teilnahme an der digitalen Welt.
Das Projekt City4Future verbindet MINT- und Demokratiebildung, indem Schülerinnen und Schüler auf experimentell eine klimafreundliche Stadt entwickeln. Sie setzen sich mit Ursachen und Folgen des Klimawandels sowie mit Energieerzeugung, -speicherung und -verbrauch auseinander und beschließen in einer Stadtratssitzung eigene Maßnahmen. So werden sie zu aktiven Gestaltern einer nachhaltigen Zukunft.
Im Kindergarten und in Förderschulen setzen wir mit KiTec auf praktisches Tüfteln: Kinder werden an grundlegende technische Zusammenhänge herangeführt und lernen neben dem sicheren Umgang mit Werkzeugen auch, eigene Ideen zu entwickeln und in einem Konstruktionsplan umzusetzen. Jungen und Mädchen erschaffen ein eigenes Bauprojekt und verstehen die Bedeutung von Technik.
Damit trägt die Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft und Bildung aktiv zur MINT-Bildung in der Region bei. Als ostdeutsche Stiftung fördern wir so neun Bildungseinrichtungen in ganz Sachsen und freuen uns, Schülerinnen und Schüler jeden Alters für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu begeistern und auch nach Ausbildung und Studium in der Region zu halten.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Bildungspartnern im Schuljahr 2025/26:
- Robert-Schumann-Gymnasium Leipzig
- Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium Chemnitz
- Gemeinschaftsschule Campus Cordis Dresden
- Freie evangelische Gemeinschaftsschule Radeberger Land
- Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg
- DPFA-Regenbogen Gymnasium Zwenkau
- Evangelische Oberschule Hochkirch
- Kita der Initiative Nachbarschaftsschule Leipzig e.V.
- Fritz-Gietzelt-Schule Leipzig
Auch in diesem Jahr war die VNG- Stiftung und die Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft & Bildung beim Universitätsball Leipzig vertreten. Unter dem Motto „Leipzig: Exzellent!“ versammelten sich Studierende, Dozenten und Partner in der Kongresshalle am Zoo zu einem festlichen Abend.
Die Universitätsgesellschaft Leipzig, der Mandy Baum als Vorstandsmitglied angehört, war erneut als integrierter Bestandteil des Balls präsent. Sie konnte ihr vielfältiges Angebot für Mitglieder (z.B: Exkursionen, Lesungen und Vernissagen) ihres Vereins sowie die Unterstützung der Universität Leipzig vorstellen.
Die Ballgäste erlebten ein vielseitiges Programm mit Livemusik, sommerlichem Buffet, Sektempfang und Themenbar.
Eine wunderbare Gelegenheit, in einem besonderen Rahmen Einblicke in die Universität Leipzig und ihre Excellenz Cluster zu gewinnen.
Im Sommersemester 2025 nutzten zwei Projektgruppen des Master-Studiengangs Communication Management an der Universität Leipzig die Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft und Bildung als Praxisbeispiel im Rahmen des Seminars „Kampagnen und Konzeptionstechnik“. Ziel der Zusammenarbeit war die Entwicklung von Kommunikationskampagnen, um sowohl die Bekanntheit des Deutschlandstipendiums als auch die Wahrnehmung der Stiftung als bildungsfördernde Institution zu stärken.
Beide Gruppen setzten sich intensiv mit der Aufgabenstellung auseinander und entwickelten eigene Perspektiven sowie kreative Ansätze für ihre Kampagnen. Die zentralen Botschaften sprechen für sich:
Darüber hinaus zeigten die Studierenden großes Interesse an den kommunikativen Rahmenbedingungen von Non-Profit-Organisationen und an den spezifischen Herausforderungen der Stiftungslandschaft in Mittel- und Ostdeutschland.
Wir als Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft und Bildung blicken mit großer Wertschätzung auf die Zusammenarbeit zurück, nehmen viele frische Impulse mit und freuen uns, zugleich praxisnahe Einblicke und Empfehlungen weitergegeben zu haben.
Wir freuen uns sehr, dass Lena Schwinger seit 1. Juli das Team der VNG-Stiftung und der Mitteldeutschen Stiftung Wissenschaft & Bildung bereichert. Als Werkstudentin wird sie künftig mit daran arbeiten, unsere Förderprojekte und Ideen weiterzuentwickeln.
Lena Schwinger sagt dazu: Ich freue mich auf all das, was vor mir liegt und darauf mit dem Team Projekte in Ost- und Mitteldeutschland voranzubringen.
Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, unsere Anliegen in den Bereichen Breitensport und Gesundheit, Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt, Kunst und Kultur, Zivilgesellschaft und Gemeinwohl sowie Wissenschaft und Bildung weiter zu stärken und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung in Ost- und Mitteldeutschland zu leisten.
Am 27. Juni 2025 war die Zukunftsstiftung Südraum Leipzig anlässlich ihrer Kuratoriumssitzung zu Besuch bei der VNG AG in Leipzig. Die Stiftung engagiert sich seit vielen Jahren mit großem Einsatz für Projekte, die nachhaltige Impulse für Wirtschaft und Kommunen im Südraum Leipzig setzen.
Im Fokus der Stiftungsarbeit stehen unter anderem der Aufbau von Kooperations- und Kommunikationsnetzwerken beispielsweise in Form regelmäßig stattfindender Stammtischtreffen sowie die Begleitung regionaler Entwicklungsprozesse durch die Vergabe von Fördermitteln und Preisen.
Im Anschluss an die Sitzung hatten die Mitglieder des Kuratoriums Gelegenheit, die VNGart-Kunstausstellung zu besuchen. Diese bietet regionalen Kunstschaffenden eine Plattform und ist fester Bestandteil des kulturellen Engagements der VNG AG.
Im Kuratorium sind verschiedene regionale Institutionen vertreten, darunter die Lausitzer Energie Kraftwerke AG, die Kirchgemeinde Rötha, die VNG AG, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, die Universität Leipzig, die Hochschule Merseburg und die Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft und Bildung.